Zwei silberne Meisterbriefe im Fahrzeuglackierer-Handwerk

10. Dezember 2024

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Dominik Raue aus Steinfurt und Stefan Nathaus aus Greven feiern ihr 25-jähriges Meisterprüfungsjubiläum / Vertreter des Fachverbands Lack- und Karosserietechnik Westfalen gratulieren auf der Vorstandssitzung in Ascheberg

Ein doppeltes Meisterprüfungsjubiläum galt es am Freitag (6.12.) im Fahrzeuglackierer-Handwerk zu feiern. Bei der Vorstandssitzung des Fachverbands Lack- und Karosserietechnik Westfalen übergaben der Vorsitzende des Fachverbands Lack- und Karosserietechnik Westfalen, Heinz-Bernd Raue, und Verbandsgeschäftsführer Volker Walters zwei Ehrenurkunden an die Lackierermeister Dominik Raue aus Steinfurt und Stefan Nathaus aus Greven. „Sie haben vor 25 Jahren eine wichtige Prüfung bestanden, die Ihnen die Tür zu einer guten beruflichen Zukunft im Handwerk aufgeschlossen hat“, so Heinz-Bernd Raue. „Doch Meister zu sein ist kein Titel, der im Bilderrahmen an der Wand verstaubt. Man muss ihn sich im Alltag immer wieder neu erarbeiten durch Weiterbildung und eine hochwertige Leistung. Das haben Sie mehr als ein Vierteljahrhundert lang erfolgreich geschafft. Herzlichen Glückwunsch dazu.“

Dominik Raue: Familienbetrieb in Steinfurt erfolgreich weitergeführt

Dominik Raues beruflicher Werdegang wurzelt in der 125 Jahre langen Tradition des Familienbetriebs Lackiertechnik Raue in Steinfurt. 1990 beginnt der heute 51-Jährige eine Ausbildung zum Fahrzeuglackierer in Münster. Nach der Lehre geht er – ganz im traditionellen Sinne des Handwerks – auf Wanderschaft und arbeitet unter anderem in Betrieben in Münster, Paderborn und Freiburg, erlernt zusätzlich Werbebeschriftung. 1998 kehrt der damals 25-Jährige dann passend zur 100-Jahr-Feier des elterlichen Betriebs nach Steinfurt zurück. Damals hat er bereits seine Ausbildung zum „Betriebswirt im Handwerk“ abgeschlossen und ist auf der Meisterschule in Münster. Ein Jahr später, am 7. Dezember 1999 schließlich, besteht er seine Meisterprüfung vor der Handwerkskammer in Münster. In seinem Berufsleben erlebt Dominik Raue deutliche Veränderungen seines Handwerks. Der heimatliche Betrieb erweitert mit den Jahren seine Aufgaben von der reinen Fahrzeuglackiererei um die Fachgebiete Unfallinstandsetzung, Smart-Repair, Fahrzeugaufbereitung, Fahrzeugbeschriftung und Industrielackierung. 2018 schließlich übernimmt Dominik Raue den elterlichen Betrieb, wird Inhaber und Geschäftsführer. Heute beschäftigt das Unternehmen 15 Fachkräfte und zwei Lackierermeister. Eine besondere Überraschung erwartete den Jubilar übrigens schon vor dem Stichtag: Das Auto, das er im Zuge seiner Meisterprüfung vor 25 Jahren lackiert hatte – ein Citroen DS – fand den Weg zu ihm zurück und wird nun als Oldtimer in Steinfurt gepflegt.

Stefan Nathaus: Expertenwissen und Engagement in der Innung

Stefan Nathaus stammt aus einem Familienbetrieb im Maler- und Lackiererhandwerk in Olfen, dessen Tradition weit zurückreicht. Schon sein Großvater und Vater bauen das Unternehmen zu einem der ersten Spezialbetriebe für Lkw-Lackierungen in Deutschland auf. Für den heute 48-jährigen beginnt seine Berufslaufbahn 1993 mit einer Lehre beim Fahrzeuglackierbetrieb Lackiertechnik Raue in Steinfurt. Damit tritt der damals 17-Jährige zunächst den Weg zur Nachfolge im elterlichen Betrieb an und sein Weg führt ihn nach der Ausbildung 1997 zurück nach Olfen. Konsequent verfolgt er von da an seine Karriere im Handwerk, geht zur Meisterschule in Münster und besteht dort im Dezember 1999 seine Prüfung vor der dortigen Handwerkskammer. Ein Jahr später absolviert er zusätzlich eine Ausbildung zum „Betriebswirt im Handwerk“. Doch der berufliche Weg führt Stefan Nathaus nicht in die Betriebsnachfolge. 2005 gründet er sein eigenes Unternehmen, einen Pkw-Lackierbetrieb, im 60 Kilometer entfernten Greven, den er bis 2018 zu einem Unfallreparatur-Unternehmen ausbaut. Nebenbei engagiert sich Stefan Nathaus im Fachverband Lack- und Karosserietechnik Westfalen, ist lange Jahre Lehrlingswart, im Gesellenprüfungsausschuss und bis heute im Meisterprüfungsausschuss aktiv. Beruflich schlägt er 2015 zusätzlich den Weg als Kfz-Sachverständiger ein und verkauft 2022 schließlich – nach 18 erfolgreichen Jahren – sein Unternehmen. Heute ist er Privatier.

Foto: Fachverband Lack- und Karosserietechnik Westfalen

Kontakt:

Fachverband Lack- und Karosserietechnik Westfalen
Lange Reihe 62
44143 Dortmund
Tel.: 0231 5177 – 161
E-Mail:
helms@kh-handwerk.de
ht t ps://fzl-verband-westfalen.de/

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